Gemeinsam mehr Chancen schaffen
Wie aus dem Startchancen-Programm langfristige MINT-Kooperationen entstehen.
Dieser Beitrag wurde als Kooperation mit dem MINT-Campus erstellt.
Das Startchancen-Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischen Bildungsakteur:innen. Wie können daraus langfristige Kooperationen entstehen und was braucht es dafür?

Startchancen-Programm
Schule kann und muss nicht alle Herausforderungen allein lösen. Außerschulische Bildungsakteur:innen bringen Fachwissen, neue Lernorte und andere Zugänge zu Kindern und Jugendlichen mit. Das Startchancen-Programm bietet die Chance, diese Stärken gezielter mit schulischer Bildung zu verbinden. Besonders für die MINT-Bildung entstehen neue Möglichkeiten, gemeinsam Angebote zu entwickeln und mehr junge Menschen zu erreichen und langfristig zu begeistern.
Das Startchancen-Programm: langfristig Schule stärken
Mit dem Startchancen-Programm wollen Bund und Länder für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen. Über zehn Jahre fließen rund 20 Milliarden Euro in etwa 4000 Schulen in herausfordernden Lagen.
Im Mittelpunkt stehen bessere Bildungs- und Teilhabechancen. Besonders wichtig sind die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die soziale und emotionale Entwicklung von Schüler:innen.
Dafür setzt das Programm auf drei Säulen:
Säule I: Investitionen in eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung
Säule II: Chancenbudgets für bedarfsgerechte Lösungen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung
Säule III: Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams
Kooperationen als Teil von Schulentwicklung
Eine Besonderheit des Programms: Schulentwicklung wird nicht nur innerhalb der Schule gedacht. Schulen sollen sich stärker mit ihrem Sozialraum vernetzen und Kooperationen mit außerschulischen Partner:innen auf- und ausbauen.
Darin liegt eine große Chance für die MINT-Bildung. Schüler: innen-Labore, Makerspaces, Vereine, Hochschulen, Unternehmen oder MINT-Netzwerke bringen Erfahrungen mit, die den Schulalltag sinnvoll ergänzen können. Sie schaffen Räume zum Experimentieren und Forschen, vermitteln Kontakte zu MINT-Berufen und ermöglichen jungen Menschen neue Lernerfahrungen.
Gerade Kinder und Jugendliche, die außerschulische MINT-Angebote bisher kaum erreichen, können von der Zusammenarbeit profitieren. Schulen verfügen über einen direkten Zugang zu ihnen. Außerschulische Akteur:innen bringen wiederum spezielle Angebote und Expertise mit. Gemeinsam können beide Seiten neue Zugänge zu MINT schaffen.
Gute Kooperationen beginnen mit Zuhören
Wer mit einer Startchancen-Schule zusammenarbeiten möchte, sollte mit Fragen starten wie: Was braucht die Schule? Welche Ziele verfolgt sie? Wo liegen die Herausforderungen der Schüler:innen? Und was können beide Seiten gemeinsam erreichen?
So entsteht Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Außerschulische Partner:innen können ihre Stärken dort einbringen, wo Schulen Unterstützung benötigen. Gleichzeitig sollten Rollen, Ziele und Erwartungen von Beginn an klar sein. Regelmäßiger Austausch und verlässliche Ansprechpartner:innen helfen dabei, aus einer einzelnen Aktivität eine nachhaltige Partnerschaft zu entwickeln.
Das ist besonders wichtig, weil das Startchancen-Programm langfristig angelegt ist. Zehn Jahre bieten die Möglichkeit, Kooperationen gemeinsam zu erproben, weiterzuentwickeln und fest zu verankern.
Vom ersten Kontakt zur gemeinsamen Chance
Wie könnt Ihr diesen Prozess konkret angehen? Hier setzt das neue kostenlose Online-Lernangebot „MINT-Chancen NRW: Synergien im Startchancen-Programm erfolgreich gestalten“ auf dem MINT-Campus an.
Das Lernangebot wurde von zdi.NRW mit Blick auf Nordrhein-Westfalen entwickelt, lässt sich jedoch bundesweit einsetzen. In vier Modulen könnt Ihr die Grundlagen des Startchancen-Programms und seine drei Säulen kennenlernen. Außerdem erfahrt Ihr, welche Möglichkeiten das Chancenbudget eröffnet und wie Ihr passende Kooperationen mit Startchancen-Schulen anbahnen könnt.
Zum kostenlosen Onlinekurs „MINT-Chancen NRW“ auf dem MINT-Campus.
Fazit: gemeinsam Chancen gestalten
Das Startchancen-Programm stellt nicht nur zusätzliche Mittel für Schulen bereit. Es bietet auch Raum für neue Partnerschaften. Außerschulische MINT-Akteur:innen können dazu beitragen, jungen Menschen neue Lernwege, Erfahrungsräume und Perspektiven zu eröffnen.
Damit das gelingt, braucht es gemeinsame Ziele, gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, Angebote am tatsächlichen Bedarf der Schule auszurichten.
Genau darin liegt die Chance: Schule und außerschulische Akteur:innen bringen unterschiedliche Stärken mit. Wenn sie diese verbinden, können daraus langfristige Bildungswege entstehen, von denen vor allem die Schüler:innen profitieren.
Ansprechpartnerin

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