Gemeinsam mehr erreichen
Vier Gelingensbedingungen für starke Bildungskooperationen
Dieser Beitrag wurde als Kooperation mit MesH_MINT erstellt.
Was die Forschung über wirksame Bildungskooperationen zwischen Schule und außerschulischen Lernorten zeigt.
Schulische und außerschulische Bildung verfolgen das gleiche Ziel: Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen vielfältige Lerngelegenheiten zu eröffnen. Die Bildungsforschung zeigt jedoch, dass die Potenziale beider Lernorte besonders dann wirksam werden, wenn sie nicht isoliert voneinander arbeiten, sondern gezielt miteinander verknüpft werden. Aus der Forschung zu Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Lernkontexten lassen sich vier Gelingensbedingungen ableiten. Diese bilden die Grundlage für erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit.
Diese vier Gelingensbedingungen sind:
1. Gemeinsame Anerkennung der Bedeutung der Kooperation
2. Gegenseitige Kenntnis der Bildungsinhalte und Lernziele
3. Gezielte Vorbereitung der Lernenden auf die neue Lernumgebung
4. Kontinuierlicher Dialog und nachhaltige Zusammenarbeit
Forschungsergebnisse zeigen, dass schulisch-außerschulische Kooperationen besonders erfolgreich sind, wenn beide Seiten den Nutzen der Zusammenarbeit erkennen, ihre Angebote und Arbeitsweisen aufeinander abstimmen, Lernende gezielt auf Übergänge zwischen den Lernorten vorbereiten und einen kontinuierlichen Austausch pflegen. Unter diesen Voraussetzungen entstehen Bildungslandschaften, in denen schulische und außerschulische Lernorte nicht nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Die vier Gelingensbedingungen bieten damit einen wissenschaftlich fundierten Orientierungsrahmen für alle Akteur:innen, die nachhaltige schulisch-außerschulische Partnerschaften gestalten möchten.
Die vier Gelingensbedingungen entfalten ihre volle Wirksamkeit erst im Zusammenspiel. Erfolgreiche schulisch-außerschulische Kooperationen entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das systematische Zusammenwirken aller Faktoren.
Auf den folgenden Seiten betrachten wir mit Euch jede Gelingensbedingung im Detail und haben Handlungsempfehlungen abgeleitet, um Euch auf dem Weg zu nachhaltigen Kooperationen mit Schulen zu unterstützen.
[1] Fallik, O., Rosenfeld, S., & Eylon, B. S. (2013). School and out-of-school science: A model for bridging the gap. Studies in Science Education, 49(1), 69–91. https://doi.org/10.1080/03057267.2013.822166.
[2] Contini, H., Rosenfeld, S., Moore, M., & Movshovitz-Hadar, N. (2004). Bridging school science with museum science: Learning about energy. In Proceedings of the National Association for Research in Science Teaching Annual Conference, Vancouver, Canada.
[3] Orion, N., & Hofstein, A. (1994). Factors that influence learning during a scientific field trip in a natural environment. Journal of Research in Science Teaching, 31(10), 1097–1119. https://doi.org/10.1002/tea.3660311005.
[4] Noam, G. G. (2003). Learning with excitement: Bridging school and after‐school worlds and project‐based learning. New Directions for Youth Development, 2003(97), 121–138. https://doi.org/10.1002/yd.39.
[5] Tunnicliffe, S. D., Lucas, A. M., & Osborne, J. (1997). School visits to zoos and museums: a missed educational opportunity?. International Journal of Science Education, 19(9), 1039–1056. https://doi.org/10.1080/0950069970190904.
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