Du kannst das lernen!
Wie das richtige Mindset bei MINT-Vorbildern den Unterschied macht
Der Einsatz von weiblichen Vorbildern in der MINT-Bildung ist ein bewährter Ansatz, um Mädchen für MINT zu begeistern. Doch nicht alle Vorbilder wirken gleich.
Eine Studie von Gladstone et al. (2024) zeigt: Ein wesentlicher Faktor ist, wie diese Vorbilder über ihre Fähigkeiten sprechen. Rollenvorbilder motivieren besonders dann, wenn sie betonen, dass sie ihre Kompetenzen im Laufe der Zeit durch Übung und Anstrengung entwickelt haben – anstatt sie als angeborenes Talent darzustellen.
In der Studie wurden 205 Mädchen im Alter von 5 bis 8 Jahren – darunter 86 Mädchen of Color – über kurze Videos mit einer Wissenschaftlerin bekannt gemacht. Die Forschenden variierten dabei, ob die Frau ihre Fähigkeiten im Sinne eines sogenannten Growth Mindset („Ich habe mich dahin entwickelt“) oder eines Fixed Mindset („Ich war schon immer gut darin“) beschrieb. Mithilfe von Vorher-Nachher-Befragungen wurde analysiert, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Botschaften auf die Mädchen hatten.
Das zentrale Ergebnis: Im Vergleich zu anderen Teilnehmerinnen zeigten Mädchen of Color signifikant mehr Interesse und ein gestärktes Gefühl von Selbstwirksamkeit, wenn das Rollenmodell ein Growth Mindset im Hinblick auf Fähigkeiten vermittelte. Sahen sie hingegen das Fixed Mindset-Video, blieben ihre Motivation und ihr Selbstvertrauen in Bezug auf eine Karriere in MINT unbeeinflusst.
Fazit: Es reicht nicht, einfach nur Rollenvorbilder zu präsentieren – entscheidend sind die Botschaften, die sie vermitteln. Wenn deutlich wird, dass Können erlernbar ist, scheinen insbesondere Mädchen of Color in Bezug auf Motivation, Interesse und Selbstwirksamkeit zu profitieren. Die Ergebnisse liefern damit wichtige Impulse für den diversitätssensiblen Einsatz von Rollenmodellen in der MINT-Bildung.
Weitere Informationen zu Rollenmodellen findet Ihr in unseren Blogbeiträgen:
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