Erfolgsfaktor Mentoring

Wie wichtig gemeinsame Werte, Perspektiven und Einstellungen sind

03. September 2025 Lesedauer: ca. 1 min
Gender
pexels/Monstera Production

Mentoring ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Mädchen und Frauen in MINT. Doch welche Art von Unterstützung hilft besonders und welche Rolle spielen Ähnlichkeiten zwischen Mentees und Mentor:innen dabei? Erkenntnisse auf diese Fragen bietet die Studie von Pedersen et al. (2024). 

Dafür analysierten die Forschenden die Mentoring-Netzwerke von 322 Studierenden an zwölf US-amerikanischen Hochschulen. Sie betrachteten unter anderem, wer als Mentor:in fungiert, wie eng die Beziehungen sind, welche Unterstützung geboten wird – und ob Ähnlichkeiten in Denken, Werten oder Herkunft eine Rolle spielen. 

Ein zentrales Ergebnis: Psychologische Ähnlichkeit – also gemeinsame Werte, Perspektiven oder Einstellungen – sagt am stärksten voraus, wie hilfreich Mentoring erlebt wird. Studierende, die sich ihren Mentor:innen innerlich ähnlich fühlten, berichteten von mehr Unterstützung und höherer Zufriedenheit. Auch demografische Nähe spielte eine gewisse Rolle: So hatten Frauen häufiger Mentorinnen in ihren Netzwerken, und Studierende mit lateinamerikanischem Hintergrund wählten öfter Mentor:innen mit ähnlichem Hintergrund. 

Die Studie unterstreicht: Mentoring-Netzwerke entfalten dann ihre volle Wirkung, wenn nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Passung gegeben ist. Hochschulen und Programme sollten gezielt Formate fördern, die die Bildung solcher vielfältigen und unterstützenden Netzwerke erleichtern – mit mehr als einer Ansprechperson und Raum für geteilte Erfahrungen und Werte.  

Ansprechpartner:innen

Dr. Michael Heilemann

MINT & Gender

Susanne Schober

MINT & Gender

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