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KI-Ethik & Diversität in der Tech-Branche

Vortrag mit KI-Expertin und Tech-Managerin Mina Saidze

26. November 2025 Lesedauer: ca. 2 min
Diversität
Gender
Foto von Mina Saidze auf einem lila Hintergrund. Mina Saidze hat lange offene dunkle Haare und guckt ernst in die Kamera.

Wie lässt sich KI verantwortungsvoll einsetzen und wie gelingt es, Diversität in Tech-Teams trotz Gegenwind zu stärken? Darüber sprach KI-Expertin und Inclusive Tech-Gründerin Mina Saidze am 5. November 2025 in einem einstündigen Online-Vortrag mit Q&A. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Bündnisses für Frauen in MINT-Berufen statt.

Vielfalt als Zukunftsstrategie 

Mina Saidze machte deutlich: Organisationen, die Vielfalt fördern, handeln nicht idealistisch, sondern strategisch. Wo Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Geschlechtern, kulturellen Hintergründen oder Bildungserfahrungen zusammenarbeiten, ließen sich innovativere Lösungen entwickeln, Risiken früher erkennen und Technologien gestalten, die eine breitere Zielgruppe ansprechen.

Anhand konkreter Beispiele zeigte die Tech-Managerin, wie das in der Praxis aussehen kann – etwa durch diverse Entwicklerteams, in denen Informatiker:innen, Ethiker:innen und Sozialwissenschaftler:innen gemeinsam an KI-Anwendungen arbeiten. Auch braucht es laut Saidze neue Rollenprofile wie die/den Responsible-AI-Manager:in, die/der sicherstellt, dass KI-Systeme regelmäßig überprüft, verständlich erklärt und diskriminierungsfrei trainiert werden.

Ethik im Arbeitsalltag mitdenken

Gesetzliche Rahmen wie der EU AI Act oder Nachhaltigkeitsstandards (ESG) seien dabei keine Bremse, sondern Orientierungshilfe: Sie schaffen Vertrauen, fördern Transparenz und schützen Unternehmen vor Reputationsrisiken. Saidze betonte, dass Ethik kein theoretisches Ideal sei, sondern im Arbeitsalltag verankert werden müsse – beispielsweise durch faire Datensätze, realistische Qualitätsmetriken und den Mut, bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen.

Diskussion über Diversität in der Praxis

In der anschließenden Fragerunde ging es um die Praxis: Wie kann man Führungskräfte überzeugen, das Thema ernst zu nehmen? Saidze empfahl, Ethik nicht als moralische Debatte, sondern als Compliance-Thema zu positionieren – also als geschäftsrelevante Verpflichtung. Auch die Frage nach Diversität in der Praxis wurde intensiv diskutiert: Mentoring, Quereinstieg und neue Bildungsansätze – etwa Data- und AI-Literacy – seien zentrale Hebel, um langfristig faire Zugänge zur Tech-Welt zu schaffen.

Der Vortrag zeigte: KI-Ethik und Diversität gehören zusammen – und sind zentral, um Digitalisierung gerecht zu gestalten. 

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet in Mina Saidzes Buch „FairTech: Digitalisierung neu denken für eine gerechte Gesellschaft“ (2023) zahlreiche Beispiele und Denkanstöße für eine faire und inklusive Tech-Zukunft.

Mehr Informationen zum Bündnis für Frauen in MINT-Berufen findet Ihr auf unserer Website.

Termin verpasst? MINTvernetzt wird auch in der zweiten Förderphase ab 2026 regelmäßig Vorträge, Diskussionen und Praxisimpulse zu diesen und weiteren relevanten Themen anbieten. Hier findest Du alle aktuellen Events für und von der MINT-Community. 

Ansprechpartnerin

Nele Gerkens

Dr. Nele Gerkens

Bündnis für Frauen in MINT-Berufen

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