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Pädagogisch wertvolle Computerspiele

Die Vorteile von digitalen Games in der MINT-Bildung

11. April 2022 Lesedauer: ca. 2 min
Didaktik
Innovation
Unsplash/Florian Gagnepain

Beim Stichwort Gaming hat das Klischee vom einsamen Gamer im Keller lange ausgedient, (Computer)Spiele sind längst zu einer weltweiten Unterhaltungsindustrie geworden. Digitale Spiele erfreuen sich auch großer Beliebtheit in verschiedenen Bildungskontexten. Lernspiele erobern den Markt und die Kinderzimmer und unter dem Stichwort Gamification werden Lerninhalte angereichert um Spielelemente wie Highscores oder Auszeichnungen.

Andreas Hedrich, Matthias Löwe und Sara Lodeserto von der Initiative Creative Gaming e.V. zeigten im Innovationspanel ‚Games in der MINT-Bildung‘, welche Potenziale Spiele und Spielekultur im Bildungskontext haben können. Bei Creative Gaming steht das Spiel als Medium im Fokus, unter dem Motto „Mit Spielen spielen“ werden Bildungsmacher:innen aktiv und designen eigene MINT-Games. Spiele werden nicht nur konsumiert, sondern kreativ und mit Bildungsbezug eingesetzt.

Die Bandbreite zur Nutzung von Games reicht von der Erstellung von Gamics  – einem Hybrid aus Game und Comic, bei dem eigene Geschichten erzählt werden über Machinimas – selbst erstellte Filme, die in einem Computerspiel gedreht werden bis hin zum Game Design – der Entwicklung von Spielen mit verschiedenen Tools und Plattformen.

Auf dem Weg zum MINT-Game

Der Einstieg in die Spiele-Entwicklung gelingt – wie könnte es anders sein – über ein Spiel. Mit der Methode SpielSpiel werden die Grundelemente erfahrbar gemacht und ganz nebenbei das Konzept für ein selbst erstelltes Spiel entwickelt.

Diese Grundelemente machen ein Spiel aus:

  • Spielziel
  • Spielumgebung
  • Geschichte
  • Elemente/ Spielobjekte
  • Interface/Schnittstelle
  • Spielmechanismus

Im Innovationspanel wurden mit dem SpielSpiel Ideen für Games etwa zum Thema ‚Rettung der Artenvielfalt im Urwald‘, ein Feuerwehrspiel für Grundschulkinder und eine Weltraum-Expedition innerhalb von 15 Minuten erdacht.

Spiele entwickeln für das eigene Bildungsprojekt

Um ein Spiel zu designen, das ganz spezifisch für das eigene Projekt eingesetzt werden kann, gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Tools. Geschichten lassen sich als Text-Adventure erzählen, zum Beispiel mit Twine: Hier liegt der Fokus auf interaktivem Storytelling, eingesetzt werden Texte und Grafiken, aber auch Sounds und Musik lassen sich einbinden.

Bildlicher wird es, wenn ein Point-and-click-Adventure erstellt wird. Das geht unter anderem mit Flickgame, das Bildgeschichten, Labyrinthe oder auch Suchbilder zum Leben erweckt. In 16 Frames (selbst erstellten Bildern) können Objekte zum Anklicken animiert werden.

Pixeladventures im Retro-Look lassen sich mit Bitsy herstellen: Auf einer quadratischen Pixeloberfläche lassen sich verschiedene Räume erstellen, die auf eine Abenteuerreise mit selbst erstellten Inhalten zum eigenen Thema einladen.

Alle Tools laden zum Experimentieren ein und öffnen kreative Möglichkeitsräume. Im Workshop wird einfach losgelegt und viele Spieleideen ausprobiert und ausgetauscht.

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