Gendersensible MINT-Bildung

Erkenntnisse für mehr Mädchen und Frauen in MINT

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Mädchen und junge Frauen nachhaltig für MINT gewinnen

Mädchen können kein MINT? Doch natürlich! Aber warum gibt es im MINT-Bereich so große Unterschiede in der Verteilung der Geschlechter? Das wollen wir herausfinden und ändern! Daher setzen wir bei MINTvernetzt einen besonderen Schwerpunkt auf die MINT-Förderung für Mädchen und Frauen. Wir möchten Euch dabei unterstützen, mehr Mädchen und junge Frauen nachhaltig für MINT zu begeistern. Bei uns könnt Ihr Euch miteinander vernetzen, untereinander austauschen, Euch über Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis informieren und von- und miteinander lernen.

Was macht MINTvernetzt im Bereich Mädchen und Frauen in MINT?

Mädchen und Frauen sind im MINT-Bereich deutlich unterrepräsentiert. Das möchten wir gemeinsam mit Euch ändern! Deshalb gibt es diesen Themenschwerpunkt, der sich in vier Säulen teilt:
In unserem regelmäßig stattfindenden MINTcafé Gender habt Ihr die Möglichkeit, Euch zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen. In einer 1:1-Sprechstunde könnt Ihr Eure spezifischen Fragen klären.
Mehr Infos zur Vernetzung seht Ihr in einem Video und unseren Vernetzungsempfehlungen.
Wir halten Euch über praxisrelevante Forschungserkenntnisse, z. B. zu Stereotypen, Rollenmodellen und Vernetzung, auf dem Laufenden. Das geschieht sowohl durch Blogbeiträge und Videos als auch durch Vorträge, z. B. im MINTcafé Gender.

Um Informationen zu erhalten, inwieweit MINT-Bildungsangebote in Deutschland bereits Genderaspekte berücksichtigen, führen wir eine jährliche Befragung durch. Gemeinsam mit Euch, Euren Erfahrungen und Eurer Expertise möchten wir zur Verbesserung der MINT-Bildung beitragen.
Hier betrachten wir inspirierende Projekte genauer, die sich für die MINT-Förderung für Mädchen und junge Frauen engagieren. Ihr könnt sie im MINTcafé Gender persönlich kennenlernen, in Blogbeiträgen mehr über ihre Arbeit erfahren oder sie in kurzen Steckbriefen auf unserer Website und Community-Plattform entdecken.
Ein Mädchen mit Brille und langen roten Haaren betrachtet mit einer Lupe einen Stein oder Kristall. Sie steht in einem hellen Raum mit vielen Pflanzen, auf dem Tisch vor ihr stehen ein Mikroskop, Bechergläser und weitere Forschungsgegenstände.

Powerful Networks

In ihrer Keynote enthüllt Prof. Dr. Heidrun Stöger die Einzigartigkeit sogenannter Powerful Networks: Welche Strukturen fördern sie? Welche bergen Probleme? Und wie viele Verbindungen braucht es, um zwei zufällig ausgewählte Personen weltweit zu verbinden?

Video: Was zeichnet “Powerful Networks” aus?

Mit dem Klick auf den Button wird ein Youtube-Video geöffnet und Ihr willigt ausdrücklich ein, Inhalte von Youtube angezeigt zu bekommen.

Beim Abspielen des Videos werden Daten an die Server von Youtube übertragen. Weitere Infos dazu findet Ihr in der Datenschutzinformation
(www.google.com/intl/de/policies/privacy/)
.

Zahlreiche Menschen stehen in kleinen Gruppen in einem modernen Veranstaltungsraum, unterhalten sich bei Getränken und vernetzen sich. Im Vordergrund steht eine Frau an einem Stehtisch mit Notizbuch, Stiften und Kaffeetasse.

Vernetzung wirkt

In diesem PDF findet Ihr Empfehlungen für die Vernetzung von MINT-Bildungsangeboten. Dafür haben wir Gelingensbedingungen für erfolgreiche Netzwerkbildung und die Ergebnisse unserer bundesweiten Befragungen von MINT-Akteur:innen zur MINT-Förderung für Mädchen und Frauen berücksichtigt.

Mehrere Schwimmerinnen und Schwimmer tauchen gleichzeitig beim Startsprung in ihre jeweiligen Bahnen eines Wettkampfbeckens ein. Rote Bahnleinen trennen das klare blaue Wasser.

Lust tiefer einzutauchen?

Wir haben für Euch eine Playlist mit relevanten Videos auf dem MINT-Campus erstellt. Schaut selbst und steigt noch tiefer in das Thema ein. Für langfristig mehr Mädchen in MINT.

Projekte für Mädchen und Frauen in MINT 

Wie können wir mehr Mädchen und Frauen für MINT begeistern? Welche Ansätze sind besonders erfolgreich, und was können wir voneinander lernen? In unserer Community entstehen vielfältige Projekte, die zeigen, wie Hürden abgebaut und neue Möglichkeiten geschaffen werden können. 

Jedes dieser Projekte verfolgt seinen eigenen Weg – sei es durch Mentoring-Programme, praxisnahe Workshops oder innovative Bildungsstrategien. Gemeinsam setzen sie starke Impulse, um Mädchen und Frauen für MINT zu gewinnen und nachhaltig zu stärken. Lasst Euch inspirieren und entdeckt bewährte Ideen, um mehr Mädchen und Frauen für MINT zu begeistern! 

Drei Frauen arbeiten gemeinsam an einem Tisch mit Zeichenmaterialien und Haftnotizen. Sie beugen sich über ein großes Blatt Papier und planen oder skizzieren ein Projekt.

CyberMentor

Zum Projekt:

CyberMentor ist Deutschlands größtes Online-Mentoring-Programm zur Förderung von Mädchen in MINT. Schülerinnen der 5. bis 13. Jahrgangsstufe erhalten mindestens ein Jahr lang individuelle Begleitung durch eine persönliche Mentorin aus dem MINT-Bereich, die als Rollenvorbild zu MINT-Aktivitäten anregt, zur Ausbildungs- und Studienwahl berät und Einblicke in ihren Berufsalltag gibt.


Inhalte:

  • Einjähriges Online-Mentoring bestehend aus 1:1-Mentoring, Networking und Projektarbeit 
  • Regelmäßiger Austausch von Mentee und Mentorin über eine geschützte Online-Plattform via Mail, (Video)Chat und Forum 
  • Vernetzung und gemeinsame Projektarbeit mit anderen Mentees und Mentorinnen 
  • Anregungen zu MINT-Aktivitäten über MINT-Projektideen, Themenchats und Online-Events 

Besondere Merkmale des Projekts:

  • Wissenschaftliche Begleitung zur kontinuierlichen Evaluation und Weiterentwicklung des Programms 
  • CyberMentor Plus: Verknüpfung mit schulischer Förderung durch MINT-Mädchen-AGs 

MAKEitREAL

Zum Projekt:  

MAKEitREAL ist ein mobiler Makerspace, der es Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte ermöglicht, Erfahrungen mit MINT in ihrem direkten Lebensumfeld zu machen. Mit ihrem mobilen Angebot bietet MAKEitREAL regelmäßig kostenlose Aktivitäten in Quartiers- und Jugendzentren im Stadt- und Landkreis Heilbronn an.  


Inhalte:

  • Freier und kostenloser Zugang zu Technologien, Materialien und Werkzeugen 
  • Verwirklichung von vorgegebenen sowie eigenen Projekten der 10- bis 16-jährigen Mädchen 
  • Begleitender Übergang zu bestehenden MINT-Angeboten aus der Region 

Besondere Merkmale des Projekts: 

  • Direkte Kommunikation mit der Zielgruppe über Social Media (Instagram und WhatsApp) 
  • Regelmäßig, kostenlos und ohne Anmeldung und ohne Vorkenntnisse 
  • Informationsveranstaltungen bei öffentlichen Veranstaltungen wie z. B. Weltmädchentag, Schulen und Moscheen 
  • Die Mobilität des Makerspace ermöglicht einer breiten Zielgruppe die Teilnahme an MINT-Aktivitäten in ihrem Wohn- und Lebensumfeld 
  • Zusammenarbeit mit Role-Models (Schülerinnen, Auszubildende oder Studierende mit dem Themenschwerpunkt MINT) 

Das Verbundvorhaben „MAKEitREAL – Mobiler Makerspace für Mädchen mit Migrationshintergrund” wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter den Förderkennzeichen 16MCJ4014A,  16MCJ4014B und 16MCJ4014C vom 01.01.2024-31.12.2025 gefördert. 

Ada-Lovelace-Projekt Rheinland-Pfalz

Zum Projekt:  

Das Ada-Lovelace-Projekt macht MINT für Mädchen und junge Frauen greifbar und erlebbar. Die Mentorinnen des Projekts fungieren hierbei als Rolemodels, die die Teilnehmerinnen für MINT begeistern und zu Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten beraten. Die Projektstandorte befinden sich an allen rheinland-pfälzischen Hochschulen und Universitäten mit MINT-Studienangebot.  


Inhalte:

  • Schul-AGs und Projekttage, Workshops, Ferienangebote, Schnupperstudium und -ausbildung, Jobbörsen, Beratungs- und Informationsangebote für die Zielgruppe der Schülerinnen ab Klasse 5  
  • Mentoring, Beratung, Weiterbildung und Vernetzung für MINT-Studentinnen und Alumnae
  • Breites Themenspektrum über alle MINT-Disziplinen hinweg an schulischen und außerschulischen Lernorten 
  • Weitere Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Ökologie und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Diversity und demokratische Bildung 

Besondere Merkmale des Projekts: 

  • Breit gefächertes, kostenfreies und monoedukatives Angebot mit vielfältigen Themenschwerpunkten 
  • Kontinuierliche Weiterbildung der Mentorinnen, Qualitätsmanagement, regelmäßige Evaluation und wissenschaftliche Begleitung 
  • Zusammenarbeit mit relevanten Multiplikator:innen wie Eltern, Lehrkräften und Unternehmen 
  • Schulische und außerschulische Lernorte 

#SheTransformsIT

Zur Initiative:  

#SheTransformsIT ist ein interdisziplinäres Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, mehr Frauen für die Digitalisierung zu gewinnen. Um einen nachhaltigen Wandel hin zu mehr Frauen in der Digitalisierung zu fördern, entwickelt #SheTransformsIT sektorübergreifende Lösungen, Best Practices und Case Studies. 


Inhalte: 

  • Transformation: Projekte in Bildung, Weiterbildung, Quereinstieg und digitaler Arbeitswelt 
  • Vernetzung: Austausch und Kooperation über Initiativen wie #She-Ambassadors und Women4Cyber 
  • Awareness & Sichtbarkeit: Stärkung der Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalisierung mit Projekten wie FRIDA, Initiativenlandkarte und #SheSpotlight 

Besondere Merkmale des Projekts: 

  • Enge Zusammenarbeit mit Partner:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft 
  • Vernetzung von einzelnen Initiativen & Akteuren 
  • Handlungsempfehlungen, Leitfaden und Studien zum Thema Frauen in der Digitalisierung 

Hacker School

Zum Projekt: 

Die Hacker School hat das Ziel, junge Menschen für das Programmieren zu begeistern und ihnen digitale Bildung zugänglich zu machen. Dabei setzt sie auf eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, ehrenamtlichen IT-Profis und Schulen. Als gemeinnützige Organisation bietet die Hacker School Programmierkurse sowohl für Schulen als auch für die Freizeit an – online und vor Ort, deutschlandweit. 


Inhalte: 

  • Programmierkurse für Kinder und Jugendliche 
  • Spezielle Formate für Mädchen, um ihnen einen geschützten Raum zum Lernen zu bieten (GIRLS Hacker School) 
  • Zusammenarbeit mit Unternehmen, Schulen und Politik zur Förderung digitaler Bildung 
  • Niedrigschwelliger Zugang zu digitalen Kompetenzen für alle 

Besondere Merkmale des Projekts: 

  • Ehrenamtliche IT-Profis als Mentor:innen 
  • Fokus auf digitale Bildung für alle sozialen Schichten 
  • Förderung von Mädchen und jungen Frauen im IT-Bereich 

MINTvernetzt-Genderbefragung

Wir befragen jährlich deutschlandweit Anbieter:innen von MINT-Bildungsangeboten zu Aspekten der nachhaltigen MINT-Förderung für Mädchen und Frauen.

Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2024

Hier können die Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2024 als PDF heruntergeladen werden.

Download Ergebnisse

PDF, ca. 966 KB

Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2023

Hier können die Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2023 als PDF heruntergeladen werden.

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PDF, ca. 935 KB

Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2022

Hier können die Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2022 als PDF heruntergeladen werden.

Download Ergebnisse

PDF, ca. 720 KB

#MINTvernetzt-Verteiler

Bündnis für Frauen in MINT-Berufen

Der weiterhin niedrige Anteil weiblicher Beschäftigter in MINT-Berufen hat vielfältige Ursachen. Deshalb braucht es ein breites Netzwerk, um gemeinsam Mädchen und Frauen stärker für den MINT-Bereich zu interessieren, sie zu ermutigen und in ihrem beruflichen MINT-Werdegang zu unterstützen. Aus diesem Grund gibt es das Bündnis für Frauen in MINT-Berufen: Mit über 380 Mitgliedern unterstützt es dabei, diese Anliegen umzusetzen. Durch regelmäßigen Austausch und Netzwerkformate stärkt das Bündnis die MINT-Bildung und aktiviert MINT-Talente, um den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.

Ansprechpartnerinnen

Portrait einer Frau, die gerade und freundlich in die Kamera schaut.

Rebecca Winter

MINT & Gender

Portrait einer Frau, die gerade in die Kamera schaut.

Anika Wohlleben

MINT & Gender