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Studien und Umfragen

Wissenswertes rund um MINT

iStock/Fahmi Ruddin Hidayat

Ausgewählte Ergebnisse und Publikationen

Auf dieser Seite stellen wir für Euch geballtes Wissen über MINT-Bildung zusammen: Klickt Euch durch Umfrageergebnisse und erfahrt aus der Bildungsforschung, wie erfolgreiche MINT-Angebote gestaltet werden können.

MINT-Bildungsforschung

MesH_MINT (Metavorhaben zu strategischen Handlungsfeldern in der MINT-Förderung) stärkt die MINT-Bildung in Deutschland mit Hilfe eines besseren Transfers von Forschungsergebnissen in die Bildungspraxis. Relevante Erkenntnisse werden praxisorientiert aufgearbeitet und veröffentlicht sowie neue Forschungsprojekte angestoßen.
Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt wird von der Universität Regensburg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Stifterverband umgesetzt.

Umfragen

Hier findet Ihr verschiedene Umfrageergebnisse zur MINT-Bildung, darunter auch die unserer drei eigenen Befragungen: des MINT-Stimmungsbarometers, der MINTvernetzt-Genderbefragung und der MINTvernetzt-Akteursbefragung.

1. MINT-Stimmungsbarometer

Wie steht es um die Qualität der MINT-Bildung in Deutschland? Wie hoch ist das Engagement der einzelnen Sektoren? Und welche Veränderungen sind notwendig, um die MINT-Bildung in Deutschland voranzubringen? Antworten zu diesen und anderen Fragen liefert das MINT-Stimmungsbarometer.

MINT-Stimmungsbarometer 2023

Das MINT-Stimmungsbarometer ist eine jährliche Befragung von MINTvernetzt, bei der Vertreter:innen aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft zu ihrer persönlichen Einschätzung der MINT-Bildung in Deutschland befragt werden.

MINT-Stimmungsbarometer 2023

MINT-Stimmungsbarometer 2023

Die Qualität der MINT-Bildung scheint in allen Bereichen zu sinken

Wie auch im vergangenen Jahr sind sich die Befragten einig, dass die Qualität der MINT-Bildung
zwar entlang der Bildungstreppe steigt, allerdings schneiden alle Bereiche schlechter ab als im Jahr zuvor.
Auffällig ist dieser Negativtrend im schulischen Bereich: Während 2022 noch fast 40 % aller Befragten die
MINT-Bildung an Schulen als (eher bis sehr) gut eingeschätzt haben, sind dieses Jahr nur noch ein Viertel
aller Befragten davon überzeugt. Im Vorschulbereich empfindet nur mehr jede:r Sechste die MINT-Bildung
als gut, während der Hochschulbereich mit 84 % als qualitativ (eher bis sehr) gut bewertet wird.

Der Stand der MINT-Bildung in Deutschland wird im internationalen Vergleich kritisch bewertet

Die Ergebnisse zu den einzelnen Bildungsbereichen aus der vorherigen Frage decken sich mit dem
Gesamteindruck der MINT-Bildung im internationalen Vergleich: Mehr als drei Viertel der Befragten schätzt
die MINT-Bildung in Deutschland weniger gut ein als die MINT-Bildung in anderen Industrienationen. Im
vergangenen Jahr urteilten so immerhin nur gut zwei Drittel.

Das Engagement der Politik für die MINT-Bildung schneidet schlecht ab

Das Engagement der gesellschaftlichen Akteur:innen wird sehr unterschiedlich wahrgenommen: Acht von zehn Befragten bewerten das Engagement der Politik für die MINT-Bildung als zu niedrig, mehr als die Hälfte nehmen bei der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft ein hohes Engagement wahr. Hier ist der positive Eindruck im Vergleich zum Vorjahr allerdings jeweils von fast drei Viertel auf 57 % bei der Zivilgesellschaft und auf 64 % bei der Wirtschaft gesunken.

Die MINT-Freundlichkeit Deutschlands ist aus Sicht der Unternehmen gestiegen

Trotz negativer Wahrnehmung der MINT-Bildung (s. vorherige Folien) wird Deutschland im Vergleich zum Vorjahr insgesamt etwas „MINT-freundlicher“ bewertet. Am auffälligsten hat sich hier die Meinung der Unternehmen geändert: Während im Jahr 2022 weniger als die Hälfte von ihnen Deutschland als ein MINT-freundliches Land bezeichneten, stimmen dieses Jahr mit fast zwei Dritteln überdurchschnittlich viele Unternehmen dieser Aussage zu.

Doppelspitze: Deutschlands Stärke liegt in der MINT-Forschung und dem dualen Ausbildungssystem

Während sich im Jahr 2022 noch alle Befragten einig waren, dass die MINT-Forschung Deutschlands größte Stärke war, kommt dieses Jahr ein weiterer Sieger hinzu: Die Sektoren Wirtschaft und Politik setzen das duale Ausbildungssystem in Deutschland auf Platz 1, gefolgt von der MINT-Forschung. Einig sind sich wiederum alle Befragten, dass es sowohl in der Breiten- als auch in der Talentförderung Verbesserungspotenzial gibt.

Die Relevanz von Kooperationen variiert je nach Kooperationspartner

Aus der Perspektive außerschulischer Bildungsakteur:innen werden beispielsweise Kooperationen mit Unternehmen von mehr als der Hälfte als „sehr wichtig“ angesehen, während diese Einschätzung umgekehrt aus Sicht der Unternehmen von weniger als einem Viertel der Befragten geteilt wird. Bei den Antworten schulischer Bildungsakteur:innen fällt auf, dass mehr als ein Viertel der Befragten Kooperationen zwischen Schulen und sowohl frühkindlichen Bildungseinrichtungen als auch Berufsschulen eher unwichtig findet.

Kooperationen sind eine Frage der Ressourcen

Die beiden Aussagen, die am meisten Zustimmung erhalten haben, bedingen sich gegenseitig: Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müssen Bildung, Politik und Wirtschaft enger zusammenarbeiten – dafür werden jedoch ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen benötigt.

Das Potenzial der Ganztagsbetreuung muss besser genutzt werden

Insgesamt wird die Integration außerschulischer Bildungsangebote in die Ganztagsbetreuung als das beste Instrument für Kooperationen angesehen. Bei Betrachtung der differenzierten Antworten nennen außerschulische Bildungsakteur:innen und Vertreter:innen der Kategorie Kommune/Verwaltung vorrangig „ein Kooperationsmanagement an öffentlichen Bildungseinrichtungen (z. B. durch entsprechende Planstellen)“.

Die Verbindung von MINT und Alltag muss deutlicher werden

Alle Sektoren sind sich einig: Die MINT-Bildung muss zugänglicher gemacht werden, indem MINT-Fächer mit Alltagsthemen verknüpft werden, die einen Bezug zu den Lebenswelten der Zielgruppe herstellen. Außerdem wichtig: das MINT-Image durch passende Vorbilder zu verbessern. Und nicht zuletzt sollte die Berufsorientierung so ausgebaut werden, dass sie die Vielfalt der Zukunftsberufe im MINT-Bereich gut aufzeigt.

Viele Tipps für eine bessere MINT-Bildung

Bei dieser offenen Frage wurden mehr als 1000 Antworten geclustert und zusammengefasst. Übergreifend für alle Bildungsstätten sehen die Befragten großen Handlungsbedarf beim Thema Ressourcen: Mehr Personal und bessere Ausstattungen werden dringend benötigt, damit MINT-Bildung besser gelingt. Auch Vorschläge wie mehr Kooperationen, Entlastung von Personal und mehr Fortbildungen sind ein Ressourcenthema. Darüber hinaus gibt es für die einzelnen Bildungsstätten (sinngemäß und nach Häufigkeit) zusammengefasst weitere Empfehlungen (s. Grafik).

MINT braucht einen Image-Wandel und erhöhte Aufmerksamkeit

Bei dieser offenen Frage wurden mehr als 600 Antworten geclustert. In der Gesellschaft bedarf es einer Verbesserung des MINT-Images z.B. durch einen Abbau von Gender- und MINT-Stereotypen. Die gesellschaftspolitische Bedeutung von MINT muss seitens der Politik durch mehr Ressourcen verdeutlicht werden. Die Wirtschaft sollte sich mit mehr Engagement und Kooperationsbereitschaft, z. B. durch Praktika für die Gewinnung von MINT-Fachkräften einsetzen.

Information zur Datenerhebung und Methodik

Information zur Datenerhebung und Methodik

Information zur Datenerhebung und Methodik

MINT-Stimmungsbarometer 2023

Hier können die Ergebnisse der MINT-Stimmungsbarometers 2023 als PDF oder Einzelgrafiken heruntergeladen werden.

Download Ergebnisse

PDF, ca. 2 MB

Download Grafiken

ZIP, ca. 11 MB

MINT-Stimmungsbarometer 2024

Bald geht es los! Wir geben Euch Bescheid.

2. MINTvernetzt-Genderbefragung

Hierbei handelt es sich um unsere Befragung zur MINT-Förderung für Mädchen und Frauen. Um Informationen zu erhalten, inwieweit MINT-Bildungsangebote in Deutschland bereits Genderaspekte berücksichtigen, befragen wir einmal jährlich die MINTvernetzt-Community.

Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2022

Im Jahr 2022 lag der Fokus dieser Befragung auf folgenden Aspekten: Bieten MINT-Bildungsangebote ihren Teilnehmerinnen geeignete weibliche MINT-Rollenmodelle an? Beziehen die Angebote möglichst viele Lebensbereiche der Mädchen in die Förderung mit ein? Achten sie auf eine langfristige MINT-Förderung von Mädchen und Frauen? Wer ist zum Thema MINT-Förderung für Mädchen und Frauen bereits gut vernetzt, und wo gibt es Verbesserungspotenzial?

Hier können die Ergebnisse der MINTvernetzt-Genderbefragung 2022 als PDF heruntergeladen werden.

Download Ergebnisse

PDF, ca. 720 kB

MINTvernetzt-Genderbefragung 2024

Unterstützt uns auch bei der nächsten Befragung! Wir informieren Euch, wenn es los geht.

3. MINTvernetzt-Akteursbefragung

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Angebote bestmöglich an den Bedürfnissen und Wünschen der MINT-Community auszurichten. Deshalb sammeln wir mit der MINTvernetzt-Akteursbefragung Eure Bedarfe und Herausforderungen und lassen sie in Form von Themenschwerpunkten und passenden Veranstaltungen in unsere Arbeit einfließen.

MINTvernetzt-Akteursbefragung 2024

Auch dieses Jahr ist uns Euer Feedback wichtig!

MINTvernetzt-STUDIEN

Um unsere Jahresthemen zu vertiefen und praktische Tipps zusammenzufassen, geben wir eigene Studien in Auftrag.

Diversität in der MINT-Bildung

Diese Studie untersucht, welchen Einfluss die Dimension „Soziale Herkunft“ auf die MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen hat. Sie liefert gleichzeitig konkrete Empfehlungen für die Praxis, um mehr Chancengleichheit zu schaffen und so die Diversität in MINT-Berufen zu erhöhen.

Didaktik an außerschulischen Lernorten

Lehrende haben oft fachliche Expertise und praktische Erfahrung, aber nicht zwingend eine pädagogische Ausbildung. Laut unserer Studie sorgt das für eine Vielfalt, von der die außerschulische MINT-Bildung profitiert. Sie zeigt aber auch, dass didaktische Fortbildungen die Arbeit dieser Lehrenden in großem Maße unterstützen können.